Hausmaus
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Murini
Gattung: Mäuse (Mus)

Vorkommen:

Die Maus ist eine äußerst erfolgreiche Spezies. So konnte sie sich als Kulturfolger mit der
zumeist unfreiwilligen Hilfe des Menschen auf der ganzen Erde verbreiten. Wenn sie nicht in der
Nähe des Menschen lebt, bewohnt sie vor allem Steppen, Wüstengebiete und Kulturland. Dort gräbt
sie Gänge und baut Nester, in denen sie ihre Vorräte lagert.

In Deutschland kommt die Hausmaus in zwei Unterarten vor, die seit ungefähr 5000 Jahren
getrennt voneinander sind: der westlichen (Mus musculus domesticus) sowie der östlichen
(Mus musculus musculus). Beide Unterarten bilden in einer schmalen Kontaktzone im Osten
Schleswig-Holsteins Hybrid-Populationen. Die in Laboren gehaltenen weißen Mäuse stammen
ausnahmslos von der westlichen Unterart ab.

Hausmäuse gelten als eine Art, die in Mitteleuropa nicht ursprünglich heimisch war, sondern die
sich erst durch den Menschen hier ausbreitete. Ihre Ausbreitung liegt jedoch so lange zurück,
dass sie als Archäozoon gilt.

Entwicklung:

Bei entsprechendem Nahrungsangebot ist die Hausmaus das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig.
Bis zu acht Würfe mit durchschnittlich drei bis acht Jungen im Jahr sind möglich, aber keineswegs
die Regel. Wenn sich aber ihre Nahrungsreserven und das Platzangebot verknappen, also sozialer
Stress entsteht, verzögern sich die Eireifung und die Brunst. Diese hormonelle Steuerung schützt
letztlich vor einer Überbevölkerung.

Die Jungtiere werden nackt, blind, taub und unpigmentiert geboren und wiegen weniger als ein Gramm.
Einzig die festverschlossenen Augen sind bei Wildmäusen bereits dunkel, bei weißen Mäusen hingegen
ebenfalls völlig farblos. Um den 10. Lebenstag herum sind die Nestlinge von einem gleichmäßigen
Flaum aus kurzen Haaren überzogen, und am 15. oder 16. Tag nach der Geburt öffnen sich die Augen.
Bis zu einem Alter von etwa 21 Tagen werden sie mit Milch gesäugt, dann können sie von der Mutter
abgesetzt werden. Im Alter von drei Wochen haben sie ein Körpergewicht von etwa sechs Gramm erreicht.
Im Alter von sechs Wochen sind sie geschlechtsreif. Wirklich zuchtreif sind sie ab der achten Woche.
Die Tragezeit beträgt etwa drei Wochen.

Schadwirkung:

Als sehr anpassungsfähiges Tier gilt die freilebende Hausmaus gemeinhin als Nahrungsmittelschädling.

Hausmäuse sind neben anderen kleinen Nagern ebenfalls Reservoirwirte für diverse Borrelienarten
(Bakterien), die dann von Vektoren wie z.B. auch schon in Vorgärten vorkommenden Zecken auf Tier
und Mensch übertragen werden können.

Vorbeugung:

Als vorbeugende Massnahme ist zu empfehlen, in der Wohnung bzw. im Haus stets für Hygiene zu
sorgen und Abfälle nicht frei herumliegen zu lassen. Es muss sichergestellt sein, dass
Nahrungsmittel und Abfälle für die Mäuse nicht zugänglich gemacht werden sodass diese von
den Mäusen nicht gerochen bzw. gewittert werden können. Mäuse verfügen über raffinierte
Tricks und haben zudem auch scharfe Zähne und Krallen, mit denen sie robuste Gegenstände
aufkratzen oder aufbeissen können. Verschliesst man Nahrungsmittel stehts nach der Verwendung
und achtet auf Hygiene und Sauberkeit, werden Mäuse nicht von dem Geruch angezogen und
bleiben ihrer Wohnung bzw. ihrem Haus fern.

Bekämpfung:

Jahrhundertelang wurden Hauskatzen gehalten, um Mäuse zu bekämpfen. Heute dürfte die meistverbreitete
Bekämpfung der Mäuse wohl neben dem Vergiften mit gebeiztem Getreide, das Aufstellen von Fallen sein. Früher wurden zur Mäusebekämpfung unter anderem
Arsenverbindungen, Bariumcarbonat, Strychnin, Weißer Phosphor und Thalliumsulfat eingesetzt.
Diese Stoffe hatten den Nachteil, dass sie auch Menschen und anderen Wirbeltieren schaden konnten.
Für die Umwelt und für andere Lebewesen am wenigsten bedenklich sind Blutgerinnungshemmer,
die dem Vitamin K1 entgegenwirken. Nur eine Einnahme größerer Mengen ist für
Menschen gefährlich.

Mausefallen lassen sich unterteilen in lebendig fangende Fallen, zum Beispiel Kasten- oder
Korbfallen aus Holzbrettchen und Draht, und tödlich fangende Fallen, zum Beispiel Schlagfallen
mit einem federgespannten Hebel.

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