Gemeine Küchenschabe
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Schaben (Blattodea)
Familie: Blattidae
Gattung: Blatta
Orientalische Schabe
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Schaben (Blattodea)
Familie: Blattidae
Gattung: Blatta

Vorkommen:

Schaben, oder im Volksmund auch Kakerlaken genannt, kommen in Gaststätten, Großküchen,
Hotelbetrieben, Krankenhäusern, aber auch (meist zentralbeheizten) Wohnungen vor. Der
Befallsschwerpunkt liegt häufig in Küchen oder Räumen, in denen Lebensmittel verarbeitet
werden. Schaben sind meist Nachtaktiv und verbringen ca. 75% des Tages in ihren Verstecken.
Tagsüber umherlaufende Tiere deuten meist auf einen sehr starken Befall und auf eine hohe
Besatzdichte in den Verstecken hin.

Entwicklung:

Die ausgewachsenen Schaben kopulieren bereits wenige Tage nach der Häutung, und die erste Oothek
wird nach 1 bis 2 Wochen gebildet. Die mittlere Lebenserwartung der erwachsenen Tiere beträgt
100 bis 200 Tage.

Die Weibchen produzieren in diesem Zeitraum ca. 4 bis 8 Ootheken (im Mittel 5), die jeweils
18 bis 50 Eier enthalten können, meist ca. 36. Die Eibehälter werden von den Weibchen während
der Embryonalentwicklung umhergetragen und mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt.
Die Weibchen reduzieren ihre Aktivität während des Austragens der Ootheken.

Kurz vor dem Schlupf der Larven suchen die Weibchen eine Wasserquelle auf und erhöhen durch
Wasseraufnahme ihren Haemolymph-Druck, wodurch die Oothek abgestoßen werden kann.
Durch die obligatorische Wasseraufnahme der Weibchen wird gewährleistet, dass die frisch
geschlüpften Larven, die nur einen eng begrenzten Aktionsradius haben, eine Feuchtigkeitsquelle
zur Verfügung haben. Die Larven verharren die letzten drei Tage vor der nächsten Häutung
in ihren Verstecken und bereiten sich auf diesen Prozess vor. Die ersten beiden Larvenstadien
haben nur einen geringen Aktivitätsradius im Bereich ihrer Feuchtigkeitsquellen.

Die Entwicklung vom Ei bis zur geschlechtsreifen Imago kann unter optimalen Bedingungen bereits
nach 40 Tagen abgeschlossen sein. Sie dauert in der Regel 2 bis 3, selten mehr als 7 Monate.

Die Imagines sowie die älteren Larvenstadien können durchaus bis zu 40 Tage hungern, wenn
ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht.

Schadwirkung:

Die durch die Schaben hervorgerufenen Fraßschäden an Lebensmitteln und Vorräten,
aber auch an Leder, Textilien und Papier sind meist gering. Die Kontamination der
Nahrungsmittel mit Kot, Kropfinhalt oder Ausscheidungen aus Speicheldrüsen stellen
dagegen ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar. In landwirtschaftlichen
Betrieben kommt es aufgrund der Übertragung von Krankheitskeimen durch Schaben auf das
Vieh zu Verlusten im Fleisch- und Milchertrag.

Wegen der Verunreinigung und des durch die Schaben verbreiteten üblen Geruchs sind
kontaminierte Lebensmittel für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet.

Vorbeugung:

Die Entwicklung von Schaben ist stark vom Nahrungs- und dem Wasserangebot in
den Befallsbereichen abhängig. Deshalb erhöhen Sauberkeit und die Abwesenheit von Wasser
den schnellen Tilgungserfolg bei Bekämpfungen und verringern das Risiko einer erneuten Ansiedlung.

Schaben nutzen alle Spalten im Mauerwerk, an Maschinen etc. als Niststätten, deshalb
sollten alle Ritzen in Wänden, am Fußboden etc. verschlossen werden.

Bekämpfung:

Wichtig ist die rechtzeitige Entdeckung von Befällen. Hierzu sind Detektoren (Klebefallen)
mit entsprechenden Lockstoffen bestens geeignet.

Schaben bekämpft man durch das Ausbringen von Fraßködern oder durch Sprays.
Hierbei ist die Beköderung mit Fraßgiften zu bevorzugen, da sie die wenigsten Risiken
für die Umwelt bergen. Da Schabenbekämpfung durch Einzelmaßnahmen keinen durchschlagenden
Erfolg bringt, können nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach
einem festen System zu einem dauerhaft wirkungsvollen Ergebnis führen. Chemische
Bekämpfungen sollten nur durch sachkundige Schädlingsbekämpfer ausgeführt werden.

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