Wegameise
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Ameisen (Formicidae)
Unterfamilie: Schuppenameisen (Formicinae)
Gattung: Wegameisen

Vorkommen:

Ameisen besiedeln fast jeden Platz der Erde (Ausnahme: Polarregionen). Das schaffen sie nur, weil sie extrem
anpassungsfähig sind. Sie können sowohl in der Wüste bei extremen Temperaturen, in vergleichbar kalten
Regionen, wie zum Beispiel Finnland, als auch in tropischen Regionen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit überleben.
Dadurch unterscheiden sie sich von anderen Insekten.

Entwicklung:

Alle Ameisen durchlaufen in ihrem Leben vier Stadien bis zum adulten Tier:

Ei -> Larve -> Puppe -> Imago (Arbeiterin/Königin/Männchen)

Die Brut der Ameisen bezeichnet die vorhandenen Stadien eines Ameisenvolkes vom Ei bis zur Puppe.
Befruchtete Eier werden nur von einer (funktionellen) Königin gelegt, also kann nur diese in der Regel
(s. a. Thelytokie) für Nachwuchs an Arbeiterinnen in der Kolonie sorgen. Da die Brut für das Fortbestehen eines
Ameisenvolkes wichtig ist, investieren die Arbeiterinnen viel Zeit und Arbeit auf die Brutpflege. Neben der
Säuberung von Ei und Larven und Fütterung der Larven wird die Brut immer in die zur Entwicklung
günstigsten Bereiche getragen, wobei Luftfeuchtigkeit und Wärme eine große Rolle spielen.

Schadwirkung:

Im Gegensatz zur Schwarzgrauen Wegameise (Lasius niger) siedeln sich vier weitere Ameisenarten direkt
im Haus an und können durch das Aushöhlen von Balken bzw. durch das Zerkleinern von Dämmstoffen
zum Teil große Schäden anrichten. Holzzerstörende Ameisenarten sind in Deutschland die Roßameise
(Camponotus ligniperda), die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus), die Zweifarbige Wegameise
(Lasius emarginatus) und die Braune Wegameise (Lasius brunneus).

Vorbeugung:

Um eine wirkungsvolle Vorbeugung zu gewährleisten, muss als allererstes die Nahrungsgrundlage entzogen
werden. Sowohl Futterschalen von Haustieren, als auch Früchte von Obstschalen, sowie Essensreste auf
Geschirr sollten beseitigt werden. Des Weiteren sollten Müll und Abfälle nicht offen zugänglich sein und
auch der Bio-Kompost sollte Verschlussdicht aufbewahrt werden.

Bei etwaigen Mauerwerksspalten und - öffnungen sollte überlegt werden, diese zu schliessen, um ein
Eindringen der Ameisen zu verhindern. Regelmässiges Lüften der Räume im Haus verändert das Klima
im Haus, so dass die Ameisen sich nicht mehr wohl fühlen und sich nicht ansiedeln werden.

Bekämpfung:

Sollten sich die Ameisen im Garten bereits angesiedelt haben, kann es helfen, anstatt Sand handelsüblichen
Kies als Baustoff zu verwenden, da die Ameisen dort keine Gänge graben können. Sollte das nicht den
gewünschten Effekt bringen, gibt es die Möglichkeit mit Ameisenködern die Anzahl der Schädlinge zu
reduzieren. Diese Aufgestellten Fallen ziehen die Ameisen an und, einmal drin gewesen, heften sich
Giftpartikel an die Besucher, welche das Gift direkt in das Nest transportieren, wo es die gesamte
Kolonie infiziert.

Hat man Ameisen im Haus, sollte man die Ameisenstraße verfolgen und so die Nahrungsquellen
identifizieren und beseitigen. Sollte dies nicht zum Erfolg verhelfen, gilt es auch hier mit Köderfallen
zuerst die Anzahl der Ameisen zu reduzieren und somit der nachfolgenden Brut die Aufzucht zu erschweren.

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