Kartoffelkäfer
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Blattkäfer (Chrysomelidae)
Unterfamilie: Chrysomelinae
Gattung: Leptinotarsa
Dickmaulrüssler
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)
Unterfamilie: Otiorhynchinae
Gattung: Dickmaulrüssler
Maikäfer
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Unterfamilie: Melolonthinae

Vorkommen:

Käfer haben sich nahezu alle Lebensräume erobert. Sie leben auf und unter der Erde, in Gewässern, auf und
in Pflanzen und manche sogar in Ameisennestern: als Totengräber, als Goldschmied, als Schnellschwimmer
oder Rosenkäfer. Unter ihnen sind harmlose Vegetarier und gefährlich-gefräßige Räuber, Saubermänner und
Lichtexperten, winzige Tierchen sowie riesige Vertreter – (fast) nichts ist unmöglich im Reich der Käfer.

Entwicklung:

Die Käfer werden zu den holometabolen Insekten gezählt, da sie sich während ihrer Entwicklung vollständig
verändern. In der Metamorphose verwandelt sich die Larve, die aus dem Ei geschlüpft ist, nach der
Verpuppung zur Imago, dem ausgewachsenen Käfer, der im Erscheinungsbild und im anatomischen Aufbau
ganz anders als die Larve ist. Die Larven durchleben in ihrem Wachstum verschiedene Larvenstadien, in
denen sie sich häuten, da sie an Körpermasse zunehmen. Sie verändern sich aber nur in ihrer Größe, nicht
in ihrer Gestalt. Sind sie ausgewachsen, verpuppen sie sich in einer freien Puppe (Pupa libera), bei der
sämtliche Extremitäten, wie Fühler, Beine oder Flügel abstehen und auch als solche an der Puppe erkennbar sind.

Nur sehr wenige Käferarten, wie beispielsweise die Marienkäfer, verpuppen sich in einer bedeckten Puppe
(Pupa obtecta). Im Puppenstadium werden sämtliche Organe und der gesamte Körper der Larve zum Käfer
umgebaut. Die Puppe ist meist praktisch unbeweglich, nur manche können sich etwas bewegen. Nach der
Puppenruhe kann der fertige Käfer schlüpfen und der Kreislauf des Käferlebens von neuem beginnen.

Schadwirkung:

In der Landwirtschaft bieten die Lagerung bestimmter Nahrungsmittel oder in Monokulturen angebaute
Nutzpflanzen gelegentlich gute Bedingungen für die Massenvermehrungen bestimmter Käferarten, so
dass diese als Schädlinge betrachtet werden.

Insbesondere in Lagern finden einige Käferarten ausreichend Nahrung auf engstem Raum. Beispiele für
Vorratsschädlinge vornehmlich in betrieblichen Vorratslagern sind Korn- und Reiskäfer, während die Larven
des Mehlkäfers häufig auch in privaten Haushalten zu finden sind.

Als Agrarschädlinge sind unter anderem der Kartoffelkäfer, der Rapsglanzkäfer oder der Westliche
Maiswurzelbohrer bekannt. Bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers wurde in den letzten Jahren
der Einsatz von transgenem Mais in den Medien kontrovers diskutiert.

Vorbeugung:

Achten Sie beim Kauf von Textilien darauf, dass der Hersteller sie mit fraßhemmenden Produkten
behandelt/ausrüstet hat. Derartig ausgerüstete Textilien sind entsprechend gekennzeichnet und bieten
einen dauerhaften Schutz vor Motten und Käfern.

Sorgen Sie für Sauberkeit durch regelmäßiges Bürsten, Ausklopfen, Absaugen oder Waschen Ihrer
Polstermöbel, Teppiche, Gardinen usw. Schweißgeruch und Hautschuppen ziehen Schädlinge wie
Teppichkäfer an.

Bekämpfung:

Die Bekämpfung von Käfern bereitet häufig Probleme, da vor allem die Larven von Käfern recht versteckt
leben und sich zur Verpuppung in unzugängliche Hohlräume zurückziehen oder sich sogar in nicht zu
harte Materialien einbohren können. Der Einsatz von Kontaktinsektiziden führt daher oft nicht zum
erwünschten Erfolg. Sinnvoller ist vielmehr eine thermische Bekämpfung bzw. der Einsatz von
gasförmigen Insektiziden. Sowohl sehr hohe, als auch sehr niedrige Temperaturen können bei der
Bekämpfung von Käfern eingesetzt werden. Eine Hitzebehandlung von mehr als 50°C führt bereits
nach wenigen Stunden zum Absterben aller Entwicklungsstadien. Tiefe Temperaturen (mindestens -20 °C)
müssen dagegen wesentlich länger angewendet werden um den Bekämpfungserfolg zu gewährleisten.

In Wohnungen mit Dielenböden lassen sich Käfer bekämpfen, indem man die Fugen zwischen den
Dielen versiegelt. Auf diese Weise können sich hier keine Haare mehr sammeln, die den Larven von
Käfern als Nahrung dienen. Auch werden Puppen dieser Schädlinge auf diese Weise in den Fugen
eingeschlossen und die Käfer nach der Metamorphose am Ausfliegen gehindert.

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