Dörrobstmotte
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Zünsler (Pyralidae)
Unterfamilie: Phycitinae
Gattung: Plodia
Mehlmotte
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Zünsler (Pyralidae)
Unterfamilie: Phycitinae
Gattung: Ephestia
Kleidermotte
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Echte Motten (Tineidae)
Unterfamilie: Tineinae
Gattung: Tineola

Vorkommen:

Lebensmittelmotten kommen in den Vorratskammern der Deutschen öfter vor als alle anderen Schädlinge.
Häufig stecken sie in Verpackungen von Lebensmitteln. Beim Einkaufen im Supermarkt werden sie dann
unwissentlich in die Wohnung eingeschleppt.

Materialschädlinge, wie die Kleidermotten, bevorzugen dunkle Orte in trockenen, warmen Räumen. Hier legt
das Weibchen im Laufe seines Lebens zwischen 100 und 250 Eier an Textilien, Fellen oder Federn ab.

Entwicklung:

Es dauert bei ausreichend vorhandener Nahrung rund zwei Monate bis sich die Raupe einer Motte verpuppen
kann. Meist entwickeln sich pro Jahr zwei Generationen der Kleidermotte. In Jahren mit warmem Sommer
können es aber auch drei oder vier Generationen sein. Bei optimaler Nahrungsversorgung und einer
Mindesttemperatur von 10°C entstehen ohne Unterbrechung neue Generationen. Die aus der Puppe
schlüpfenden Motten besitzen verkümmerte Mundwerkzeuge und nehmen keine Nahrung mehr
zu sich. Ihre Lebenserwartung beträgt im Durchschnitt lediglich 12 bis 18 Tage.

Schadwirkung:

Lebensmittelmotten verunreinigen Vorräte durch Fraßschäden sowie Kot-, Gespinst- und Häutungsreste.
Zudem entsteht durch einen Befall Wärme und Feuchtigkeit und daher nicht selten gesundheitsschädliche
Schimmelsporen.

Kleidermotten sind typische Materialschädlinge. Die Larven von Tineola bisselliella zerfressen mit ihren
kräftigen Mundwerkzeugen Felle und andere keratinhaltige tierische Produkte in Textilien und Polstermöbeln.
Baumwolle, Jute, zellulosehaltige Textilfasern pflanzlicher Herkunft, Natur- und Kunstseide sowie
vollsynthetisches Gewebe werden ebenfalls von den Larven durchlöchert, obwohl diese Materialien
nicht verdaut werden können. Die Fasern dieser Gewebe benutzen die Larven der Kleidermotte lediglich
zum Bau ihrer Gespinströhren. Neben den reinen Fraßschäden werden die Textilien durch die fest am
Stoff haftenden Kokons von Tineola bisselliella verunreinigt.

Vorbeugung:

Vorbeugen können Sie den Motten, indem Sie darauf achten, Nahrungsmittel in dichten Verpackungen
aufzubewahren – am besten eignen sich Gläser oder luftdichte Plastikbehälter Sobald Sie aber erste Gespinste
in den Lebensmitteln, Raupen oder sogar Motten in der Küche finden, ist sofortiges Handeln angesagt.
Denn die Schädlinge vermehren sich sehr schnell.

Bekämpfung:

Zunächst muss man natürlich die Nester der ungebetenen Gäste entfernen. Denn es sind die Larven der
Motten, die sich an Ihren Lebensmittelvorräten bzw. Kleidern bedienen. Lebensmittelmotten nisten sich meist
im Küchenschrank bzw. in der Vorratskammer ein, während sich Kleidermotten im Kleiderschrank, im Teppich
oder in Polstermöbeln so richtig wohlfühlen. Sorgfältig muss jeder Winkel untersucht und gereinigt werden.
Besonders beliebt bei den kleinen Faltern sind Spalten, Ritzen und entlegene Orte, weil ihre Larven dort
ungestört heranwachsen können. Um auch an schwer zugänglichen Stellen, die Motten sowie ihre Eier,
Larven und Kokons unschädlich zu machen, kann der Einsatz eines Föns sinnvoll sein. Durch die Hitze
werden diese sofort abgetötet.

Befallene Lebensmittel sollten sofort weggeschmissen werden. Der Verzehr ist zwar im Grunde unbedenklich,
allerdings reagieren manche Menschen allergisch auf die Ausscheidungen der Motten. Werden nicht alle
befallenen Lebensmittel entsorgt, so läuft man nicht nur Gefahr, ein paar Larven oder Motten zu essen.
Es besteht dann auch ein großes Risiko, die Schädlinge gar nicht loszuwerden, da Sie von Ihrem sicheren
Unterschlupf aus die gesamte Küche - vielleicht sogar die gesamte Wohnung - erkunden und bevölkern werden.
Solch ein fahrlässiges Verhalten ist für eine erfolgreiche Mottenbekämpfung natürlich nicht gerade zuträglich.

Selbst noch verschlossene Lebensmittelverpackungen können bereits von Motten befallen sein. Entweder Sie
haben die Motten aus dem Supermarkt quasi als Gratisbeilage erworben. Oder die Larven haben sich erst in
Ihrem Schrank den Weg zum leckeren Essen freigeschlagen. Das haben diese winzigen Schädlinge nämlich
wirklich drauf. Sind die Larven geschlüpft, begeben sie sich sogleich auf Nahrungssuche. Bis zu 400m
können sie dabei zurücklegen und sogar an der Hauswand entlang zum Nachbarn kriechen. Durch die
kleinsten Öffnungen gelangen sie an alle nicht wirklich dicht verpackten Lebensmittel und knabbern sich
selbst durch dünnes Plastik. Man erkennt den Befall an Spinnfäden und pulvrigem Kot, die sie in den
Lebensmitteln hinterlassen.

Bei liebgewonnenen Kleidungsstücken hat man es nicht so leicht. Diese können durch vorsichtiges Einlegen
in fast kochendes Wasser entmottifiziert werden. Alternativ kann man auch versuchen, die Motten durch
mindestens einwöchige Lagerung der Kleider im Tiefkühlschrank loszuwerden.

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