Bettwanzen
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Ordnung: Flöhe (Siphonaptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Familie: Plattwanzen (Cimicidae)
Gattung: Cimex lectularius
Art: Bettwanze

Vorkommen:

Die Plattwanzen (Cimicidae), auch als Bettwanzen bezeichnet, sind eine Familie der Wanzen. Alle Plattwanzen
leben ektoparasitisch auf Säugetieren und Vögeln, deren Blut sie saugen. Die Larven und die erwachsenen Tiere
halten sich in der Regel nur zur Nahrungsaufnahme am Wirt auf. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Familie
ist die Bettwanze (Cimex lectularius), die unter anderem auch am Menschen saugt.

Weltweit sind 80 Arten bekannt. Zehn Arten sind paläarktisch verbreitet, davon kommen sechs Arten in
Europa, fünf auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.

Entwicklung:

Die Lebensdauer einer weiblichen Bettwanze liegt zwischen einem halben und einem Jahr. In dieser Zeit
legt sie insgesamt ca. 500 Eier, welche sie in ihren Verstecken in Ritzen und Fugen legt. Die frisch gelegten Eier
durchlaufen insgesamt 5 Larvenstadien, bis zum adulten Tier. Dabei hängt die Entwicklungsdauer sehr stark
von der vorherrschenden Temperatur und dem Nahrungsangebot ab. So kann sich die Dauer z.B. bei
25 grad Zimmertemperatur und grosser Nahrungsaufnahme auf bis zu 4 Wochen verkürzen, während
bei einer Temperatur unter 9 grad die Nahrungsaufnahme der Wanze komplett eingestellt wird

Schadwirkung:

Die parasitologisch-medizinische Bedeutung der Bettwanze ist mit Ausnahme des Verdachtes der
Übertragung von Hepatitis-Erregern sehr gering. Die Stiche der Bettwanze und anderer Plattwanzen sind
anfangs schmerzlos, können aber unter Umständen zu unangenehm juckenden Quaddeln und selten zu
allergischen Reaktionen führen.

Vorbeugung:

Augen offen halten ist das A und O bei der Vorbeugung gegen diesen Parasiten. Verbreitet werden Bettwanzen
sehr oft durch den Kauf alter und gebrauchter Gegenstände wie Möbel, Spiegel, Bilder oder Wandteppiche.
Aber auch Auslandsreisen stellen einen wichtigen Verbreitungsweg dar. So können sich Bettwanzen im
Reisegepäck verbergen und auf diesem Weg in die Wohnung geraten, wo sie sich weiter vermehren.

Zudem sind Vogelnester wahre Brutstätten von Bettwanzen. Da sie Häuserwände entlang krabbeln können,
kann es geschehen, dass sie von einem Nest oder auch von einem von Haustauben bewohnten
Dachboden aus in die Wohnung gelangen können.

Bekämpfung:

Bei einem Befall braucht man einen professionellen Schädlingsbekämpfer, der die Parasiten mit Insektiziden
bekämpft. Möbel müssten auseinandergebaut, Ritzen mit Silikon zugestopft und die Matratze möglicherweise
ausgewechselt werden. Weil bei einer einzigen Behandlung nicht alle Bettwanzen getötet werden und zudem
die Eier sehr widerstandsfähig sind, sind mehrer Behandlungen nötig. Achtung: Bettwanzen können
monatelang hungern, so dass auch für längere Zeit unbewohnte Räume durchaus noch mit Wanzen
befallen sein können. Gegenstände mit Wanzenbefall müssen umgehend aus der Wohnung entfernt werden.
Sie sollten vorher in eine dichte Plastiktüte verpackt und diese zugeklebt werden.

Wanzen vertragen weder extrem niedrige noch sehr hohe Temperaturen. Deshalb können kleinere befallene
Gegenstände wie Bilderrahmen, Bücher, CDs oder Taschen in Folie verpackt und tiefgefroren werden.
Drei Tage bei minus 18°C tötet Wanzen und Eier ab. Oder die Wanzen werden mit Temperaturen von 50-60°C
bekämpft. Im Sommer kann man deshalb befallene Gegenstände auch in einer Plastiktüte verpackt
in die Sonne legen, wo die dann entstehenden Temperaturen die Insekten abtöten.

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